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Sonntag, 25. September 2011

Schloss Radibor erstrahlt in neuem Glanz.

Schloss Radibor Frontfassade grundiert und strukturiert


21. September 2011,

Herbstanfang,
ein ungeheuer wichtiges Etappenziel ist erreicht!

Nach sehr aufwändigen Arbeiten - ununterbrochen seit 5 Monaten  innen und aussen -, konnte die 1. Etappe der Restaurierung von Schloss Radibor als Vorschlag für ein bauliches Gesamtkonzept abgeschlossen werden.

Die Bauherrschaft, der International Burnout Fund, vertreten durch Erwin Feurer, schätzt sich glücklich, der Öffentlichkeit eine nunmehr kerngesunde Frontfassade präsentieren zu dürfen; auch ist das Dach dieses Teils des Schlosses repariert und dicht gemacht sowie Innenteile, die verfault oder zerstört waren, ersetzt worden. 

Bei sämtlichen Innen- und Aussenarbeiten ist grösster Wert darauf gelegt worden, die 300-jährige Geschichte des Hauses in vollstem Umfang zu respektieren und darzustellen und jedes kleinste Detail aus verschiedenen Bau- und Gestaltungsepochen - wenn immer möglich - zu erhalten.

Die bisherigen Rückmeldungen der unzähligen Betrachter und Besucher - ob Jung oder Alt - sind uneingeschränkt positiv. Die obere und untere Denkmalpflege Sachsens wird das Werk noch begutachten müssen; allfällige Korrekturen des Farb- und Formkonzepts der Fassade sind möglich und diskutierbar, zumal erst die Grundierung vorgenommen worden ist. Ziel ist in jedem Fall, eine Gestaltungslösung zu finden, die - weder zu protzig noch zu bescheiden - Grundlage und Masstab für sämtliche weiteren baulichen und restauratorischen Schritte sein wird.



Schloss Radibor Mittelrisalit



Schloss Radibor Seitenrisalit links


Schloss Radibor Seitenrisalit rechts

Die Frontfassade wurde höchst sorgfältig und respektvoll restauriert bzw. repariert; lediglich die beschädigten Teile wurden entfernt und neu aufgebaut mit hochwertigen mineralischen Mauer- und Putzmaterialien, sämtliche Risse wurden geöffnet und konnten saniert werden. Dadurch konnte die Fassade weitestgehend in ihrem Originalzustand erhalten werden.

Durch die Farbgestaltung konnte die Fassade entsprechend ihrer ursprünglichen Gliederung strukturiert und und aufgegliedert werden, wodurch die edle Schönheit des barocken Formenreichtums hervorgehoben werden konnte. Der Giebeldach- und die Seitenrisalitdachabschlüsse, die säulenartigen Mauerteile links und rechts des Mittelrisalits, die für Bilder und Skulpturen vorgesehenen Einbuchtungen in den Aussenrisaliten mit Sandsteinüberdachungen wurden nicht bemalt, sondern werden lediglich mit einer farblosen Versiegelung geschützt.

Die nun als Beispiel angezeigte Farb- und Formensprache ist dabei nicht eine Erfindung der Bauherrschaft; sie wurde dem Bauwerk entnommen und abgelesen und soll in und um das ganze Bauwerk einheitlich und rein weitergeführt werden.

Aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel der Bauherrschaft - es wurden keine Fördermittel beantragt und verfügt - muss das Bauvorhaben weiterhin in Etappen durchgeführt werden. Das Einverständnis der Denkmalpflege zum Vorgehen vorausgesetzt, wird in den nächsten Wochen die Gerüstung an die Seitenflügel verlegt und werden die notwendigen Fassaden- und Dachsicherungsarbeiten durchgeführt.

Mit den bisherigen Arbeiten wollte die Bauherrschaft jedoch transparent darstellen, wie grundsätzlich und seriös sämtliche Arbeitsgänge durchgeführt werden und insbesondere zeigen, in welcher bescheidenen Pracht das Schloss früher ausgesehen hat und wie es für eine prosperierende Zukunft wieder instandgestellt wird.

Die über Jahrzehnte anhaltende abschreckende Wirkung durch den desolaten Zustand von Schloss und Umgebung soll damit beendet sein. Nachdem auch die Erschliessung mit Wasser und Strom sowie Telefon stattgefunden hat, dürfen sich allfällige Interessenten - auch Investoren - Gedanken machen, inwiefern sie sich beim weiteren Verlauf der Schlossgeschichte engagieren wollen. Die Bauherrschaft steht für Gespräche zur Verfügung.

Schloss Radibor Maurerarbeiten Frontfassade beendet
  


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